HAPAG - Eine Schale Reis am Tag, das wäre schön !

Hapag ng Pagasa (Tisch der Hoffnung)

Joey A. Velasco hat dieses Bild nach eigenen Aussagen mit seinem Herzblut gemalt. Die Kinder hat er im Jahr 2005 in verschiedenen Stadtvierteln von Manila aufgelesen und ihnen Essen gegeben, damit sie für ihn posierten. Danach hat er sie wieder zurück geschickt in ihr raues und grausames Leben. Ein Jahr nach Fertigstellung des Bildes, bedrückte ihn etwas, ohne das er wusste, was es eigentlich war. So machte er sich auf die Suche nach den Kindern seines Bildes, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Sein Vorhaben war nicht so einfach, denn im Labyrinth des Asphalts und im Dschungel der Müllhalden brauchte es schon einige Zeit, bis er alle Kinder wieder gefunden hat.

Dies war für ihn auch das erste Mal, das ihm wirklich bewusst wurde, wie sehr die meisten Filipinos und Filipinas unter der Armut zu leiden haben. Diese massive Armut martert ein ganzes Volk und vor allem die Kinder werden behandelt als seien sie Moskitos oder streunende Katzen; ihr Leben ist ein immer währender Kampf. Sie sind ihrer Jugend beraubt und ihre Träume bleiben auf ewig unerfüllt.


Im Buch selbst verwendet er nur die Spitznamen oder Pseudonyme, um die Kinder zu schützen. Mindestens 3 von ihnen wurden sexuell missbraucht und alle haben unter schweren körperlichen Misshandlungen zu leiden.

 

Die Botschaft des Bildes

Der Hapag ist das einzige Möbelstück, das sich auch armen Familien leisten. Die philippinischen Familien treffen sich gerne am Tisch, denn er ist für sie das Zentrum der Familie.


Viele sagen, dass das Bild Hoffnungslosigkeit ausdrückt, weil die Kinder wegschauen. Doch sie spüren, dass Jesus in Ihrer Mitte ist, darum müssen sie nicht zu ihm hinschauen.


Das Bild hat den Maler selbst beängstigt, er gab mit diesem Bild den Sprachlosen eine Stimme, denen, die in permanenter Dunkelheit leben und hungern!


Das Bild hat auch andere Menschen verändert. So berichtet ein Sozialarbeiter von einem Polizisten, der das Bild auf dem Weg zur Arbeit jeden Tag in Makati gesehen hatte. Nachdem er dieses Bild gesehen hatte, konnte er die Kinder, die er gefangen nahm und einsperrte nicht mehr schlagen.

Salvaged Kid

Ein Sozialarbeiter hat 1995 in Manila ein Gedicht unter dem Pseudonym Barcadios veröffentlicht. Er hat dieses Gedicht Salvaged Kid genannt und dem nicht identifizierbaren Leichnams eines 11-jährigen Jungens gewidmet. (Das Gedicht befindet sich auf den Seiten 44 – 46)

Hier ein Auszug aus seinen Gedanken:

Er ist eines von 250 Millionen hungernden Kindern auf der ganzen Welt, die gezwungen sind zu arbeiten, um ihr Überleben zu sicher. Er ist einer von 24 Millionen Filipinos, die es sich nicht leisten können, Nahrung, Unterkunft oder Kleidung zu erwerben. Er ist eines von 8.000 ermordeten Kindern jedes Jahr.
Er mag eines der vielen Kinder gewesen sein, das glaubte, das es ein Abenteuer sei, Abfall zu sammeln. … Er lehrte uns jedoch eine Lektion über die Armen: sie sind reich an Dingen, die man nicht kaufen kann.

 

Schicksale, die das Leben schrieb

Diese Kinder brauchen keine Gruselgeschichten, nein sie erleben tagtäglich reale Monster. Diese sind: Hunger, Angst, Zurückweisung und Kälte. Weniger die Kälte von Wind & Wetter als die der Menschen, die um sie herum leben. Sie leben in ständiger Sorge, ohne Aussicht auf ein Morgen.
Die Kinder des Hapag sollen nun von links nach rechts vorgestellt werden.

Nené

Auf dem Bild war Nené 10 Jahre alt, obwohl das Erscheinungsbild eher auf einen Jungen hindeutet, so handelt es sich sehr wohl um ein Mädchen. Velasco hatte Nené auf der Beerdigung seines Onkels auf dem Nordfriedhof kennen gelernt.


Auf den Friedhöfen der Reichen in Manila leben tausende von Obdachlosen in den Mausoleen, Krypten und leeren Begräbnisstätten.

Wenn wir zu Ostern das Lied singen „Das Grab ist leer, der Held erwacht“ so erhält dieser Text vor dem Kontext in Manila eine völlig neue Wendung. Nach der Beerdigung haben die Angehörigen Essen an die umstehenden Obdachlosen verteilt. Der Autor beschreibt, dass sie sich wie kleine schwarze Piranhas auf das Essen stürzten, so als wenn es kein Morgen mehr geben würde. Nené stand damals abseits, sie hielt ihren kleinen Bruder auf dem Arm und traute sich trotz des Hungers nicht näher zu kommen, da sie die Aufgabe hatte, auf die Habseeligkeiten Ihrer Familie zu achten.

Nun hatte er Nené nach langer Recherche wieder gefunden und sie erzählte ihm ihr Leben.

Seit ihrem sechsten Lebensjahr wird sie von Banden dazu angehalten in deren Auftrag zu stehlen. Als Gegenleistung erhält sie gerade einmal soviel Reis, dass die Familie etwas zu essen hat.


Er fragt Nené wie alt sie sei und sie antwortet: „Ich bin gestern 11 Jahre alt geworden!“. Er möchte wissen, wie sie ihren Geburtstag verbracht hat und was ihr Lieblingsessen sei. Die Antwort erschreckt: Jollibee, ich habe die Reste in den Mülltonnen beim nah gelegenen Jollibee durchsucht.


Nenés Mutter ist geisteskrank und streunt ohne Erinnerung an ihre Person und die Familie durch Manila. Der Vater ist mit Nené und einem kleinen Sohn alleine zurück geblieben. Die Großmutter, die auf dem Friedhof lebt, hat die Familie bei sich aufgenommen.


Wenn Nené nicht stiehlt, putzt sie Autos oder springt auf Jeepnies und putzt während der Fahrt die Schuhe der Passagiere. Ihre Großmutter vermietet die „Appartements“ auf dem Friedhof für 1000 Pesos pro 5 Jahre.

Nené kann keine Schule besuchen, denn hierfür reicht das Geld der Familie nicht aus. Velasco lädt Nené nach Jollibee ein. Das Essen ist für Nené wie ein Mehrgangmenü in einem 5-Sterne Hotel. Obwohl sie noch hungrig ist, isst sie nicht alles auf. Sie lässt sich die Reste einpacken, um sie für ihre Großmutter mitzunehmen.

Nenés großer Wunsch ist es, zur Schule zu gehen, um einmal Ärztin zu werden, damit sie ihrer Mutter und anderen Menschen, die krank sind, helfen kann.


Joyce

Das Schicksal von Joyce ist leider typisch für viele junge Mädchen auf den Philippinen. Auf dem Bild ist Joyce 14 Jahre alt und bereits im 4. Monat schwanger. Kurz nach ihrem 15. Geburtstag wird sie Mutter eines kleinen Mädchens. Als sie schwanger war, dachte sie zuerst sie hätte einen Tumor im Magen und man brachte sie zu einem Quacksalber. Dieser stellte fest, das Joyce schwanger war. Sie war mit 14 sexuell missbraucht worden; der Mann, der ihr das angetan hat, sitzt nun im Gefängnis.

Selbst jetzt noch aus der Vergangenheit heraus hat sie Schwierigkeiten darüber zu sprechen, was ihr passiert ist. Sie stottert und zittert am ganzen Leib, als sie erzählt, das er sie gewürgt hat und solange mit einer Eisenstange auf den Kopf geschlagen hat, bis sie schließlich bewusstlos war, dann hat er sie missbraucht.

In den Armenviertel von Manila werden viele Mädchen im Alter 14 oder 15 schwanger, die einen weil sie von Familienmitgliedern oder Nachbarn vergewaltigt werden, die anderen weil ihre Eltern sie an eine Familie „verkaufen“, denn sie können ihre Tochter nicht mehr ernähren. Physikalisch sind diese Mädchen noch nicht in der Lage, ihre Kinder zu ernähren und großzuziehen. Viele von ihnen sterben sehr jung.

Immer wieder sieht man auch Kinder mit Hasenscharten oder anderen Missbildungen. Diese Babys sind Kinder von sehr jungen Müttern, die vom eigenen Vater oder Bruder missbraucht wurden (Inzest).


Tinay

Tinay ist auf dem Bild 4 Jahre alt. Sie ist die einzige, die zu Jesus hinblickt. Velasco war damals gar nicht bewusst geworden, wie verschlossen und verstört Tinay ist. Nun, da er sie wieder gefunden hat, fragt er ihre Tante, was mit Tinay passiert sei. Diese berichtet: Tinays Mutter arbeitet im Ausland, um so Geld für die Familie zu verdienen. Tinay wird von den Nachbarn der zerbrechliche Engel genannt. Sie ist die jüngste von 2 Mädchen und der Vater ist drogenabhängig.

Ihre ältere Schwester ist 18, bereits verheiratet und hat ein eigenes Kind. Sie kann sich daher nicht um Tinay kümmern. Tinay wird von ihrem Vater vernachlässigt, doch das schlimmste ist, sie wurde im Alter von 4 Jahren von ihrem eigenen Vater missbraucht.

Die Armut raubt den Menschen nicht nur das Gesicht, nein sie führt sie zurück in ein Stadium, wo sie sich wie Raubtiere verhalten, ohne menschliche Regungen und ohne jegliche Moral oder Wertvorstellung.


Itok

Itok war auf dem Bild 10 Jahre alt. Als Velasco ihn wieder findet, wird er gerade von seiner Mutter verprügelt. Diese ist absolut verzweifelt, da man den Sohn wieder bei organisierten Raubzügen erwischt hat. Aber Itok ist so hungrig, das ihn mögliche Konsequenzen absolut nicht interessieren.

Er war bereits mehrfach im Gefängnis und ist am Tag darauf wieder ausgebrochen. Jedes Mal wenn er in der Zelle saß, wurde er von den Polizisten körperlich misshandelt. Die Filipinos nennen das Gefängnis: „House of Terror“, denn die Kinder werden mit Handschellen gefesselt eingesperrt. Wenn Itok aus dem Gefängnis kommt, dauert es mehrere Wochen, bis seine Handgelenke wieder verheilt sind.

Auf die Frage, warum er stiehlt antwortet er: „Alle meine Geschwister haben eine Behinderung, außer mir kann niemand etwas zum Lebensunterhalt hinzufügen“. Er berichtet ferner, dass sein Vater ihn zeitweise mit einem Stahlrohr verprügelt.

Das meiste Geld bekommt man, wenn man Kupfer liefert. Also klettert Itok auch auf einen Versorgungsmast und schneidet Kupferdrähte ab. Ihm ist egal ob er dabei stirbt oder nicht.


Emong

Der 10-jährige Emong gehört zur Gruppe der Kalakal-Boys. Diese Kinder mieten sich von größeren Jungs ein Kehrchen mit dem sie dann auf Beutezug gehen. Kalakal steht für Commercial. Sie sammeln Wiederverwertbares, um es dann zu verkaufen.

Velasco bittet den Jungen, ihn ein Tag lang zu begleiten. Dieser hat nichts dagegen, doch er rät ihm: Trage ein langärmliges T-Shirt damit Du Dich vor der Hitze der Sonne schützen kannst und bring ein weiteres T-Shirt mit, das Du Dir um das Gesicht wickelst, um Dich vor dem Staub zu schützen! Die Arbeit ist hart, schmutzig und bedrückend.

Sie sammeln überall dort, wo etwas übrig bleibt und riskieren zum Beispiel ihr Leben für leere Mineralwasserflaschen, die auf der Straße stehen. Wenn sie einen ganzen großen Sack voller Plastikflaschen haben, erhalten sie ca. 15 – 20 Pesos für das Kilo, für einen Sack mit Dosen gibt es 23 Pesos das Kilo und für 1 Kilo Karton/Pappe 2 Pesos, für Stahl erhält man pro Kilo 8 - Pesos.

Manchmal springen die Jungs in den Fluss, um sich abzukühlen, doch dies ist nicht ungefährlich, viele Kinder erkranken an Dengue-Fieber.

Am Nachmittag lädt Velasco Emong und seine Gruppe ein, mit ihm ein Stück Kuchen zu essen. Für sie ist es alle das erste Mal, das sie Kuchen essen. Sie ernähren sie in der Regel von Essensabfällen: We eat the rotten cabbage and sayote.

Manche Nacht verbringt Emong auf der Straße, weil der Raum, in dem seine Familie lebt, zu klein ist. Wenn er keinen Platz mehr findet, bleibt nur noch die Straße.


Onse

Onse war damals 10 Jahre alt und ist das zweitälteste von vier Kindern. Sein jüngster Bruder wurde für 3.000 Pesos an ein kinderloses Paar verkauft. Onse stottert, darum macht man sich über ihn lustig. Sein Vater arbeitet als Träger für einen LKW-Fahrer und seine Mutter als Striptease-Tänzerin in einer Bar. Onse kann nicht zur Schule gehen, denn er hat keine Geburtsurkunde. Er würde gerne zur Schule gehen, denn sein großer Traum ist es, einmal Arzt zu werden. Auch Onse trägt zum Lebensunterhalt bei, indem er Abfälle sammelt.


Buknoy

Buknoy ist erst 7 Jahre alt und nach der Mahlzeit, die der Maler den Kindern gereicht hatte, fragt er jedes Mal: Und gibt’s morgen auch etwas?

Sein Vater wartet zu Hause darauf, das Buknoy etwas zu essen nach Hause bringt. An den Tagen, an denen er gemalt wurde, konnte er kein Essen nach Hause bringen, da er außer seiner eigenen Mahlzeit nichts verdient hatte. Er wurde dafür von seinem Vater mit einer Eisenstange verprügelt.

Velasco fragt ihn, ob die Narbe an seinem Kopf daher stamme. Nein, antwortet er, mein älterer Bruder hat mir heißes Wasser über den Kopf gegossen.

Als er ein Kind war, wurde er nicht mit Milch ernährt. Seine Eltern gaben ihm schon als Baby Kaffee. Velasco hat den Jungen niemals lächeln gesehen. Die Mutter hat die Familie verlassen. Die 3 Kinder sind mit dem Vater alleine zu Hause. Sein Geld verdient er dadurch, dass er Sampagoitas (einheimische Blumen) verkauft.

Er sammelt des Weiteren Mineralwasserflaschen und Dosen und zeitweise auch Kupfer.

Manchmal findet er nichts mehr, weil er zu spät ist und andere Kinder vor ihm da waren, an diesen Tagen geht er nicht nach Hause.

Seine Cousine Jenny (16), die ihm früher immer geholfen hat, wurde mit einem 30 Jahre alten Mann verheiratet.

Michael


Michael ist ein 13-jähriger Scavenger, denn so nennt man die Menschen, die auf der Müllhalde leben. Michael ist absolut verbittert, das Leben hat ihn dazu gemacht.

Nahezu sein ganzes Leben hat er sich von Pagpag ernährt. Das ist der grausame Mix dessen, was übrig geblieben ist. Hier drin wird alles zusammengemixt, was man an Essbarem findet. Reste von Hamburgern, Fleisch und Gemüse, die häufig genug von den Stellen genommen werden, wo tote Katzen, Hunde oder Ratten, zeitweise auch menschliche Kadaver liegen. Dies alles wird vermischt und mit Soja-Soße angerichtet.

Auf die Frage wie es schmeckt antwortet er: Nun ein bisschen säuerlich und verdorben – aber es ist ok, denn es füllt den Magen.

Michael ist einer von 40.000 Scavenger-Kids, die die Müllhalden durchwühlen um mit ihrem Metallhaken etwas Verwertbares herauszufinden.

Die Kinder so wie Michael betrachten sich selber schon als Teil des Mülls. Er hat seine Arbeit als scavenger begonnen als er gerade mal 7 Jahre alt war. Er muss für den Unterhalt seiner Familie sorgen, denn sein Vater ist tot und wo seine Mutter ist weiß er nicht. Seine Großmutter passt auf die kleineren Geschwister auf. Sein Gesicht ist mit einem T-Shirt verdeckt, um sich zu schützen. Auch die Scavengers haben eine ID, denn sie werden von der Regierung kontrolliert. Mehr als 400 riesige LKWs bringen pro Tag 1800 Tonnen Abfall zu einer einzigen Müllhalde. Michael erkennt am Geruch, woher die Trucks kommen.
Er verdient in guten Tagen 120 Pesos, denn er ist Profi. Die meisten Kinder verdienen 20 – 50 Pesos am Tag. Michaels Gruppe ist spezialisiert auf verrottete Nahrungsmittel, die aus Restaurants oder Hotels kommen. Sie sammeln sie und bringen sie zu Brokern, die dann das Essen an Schweinezüchter verkaufen.

Der Gestank ist mörderisch, er bleibt in den Haaren, der Kleidung und am Körper kleben. Denjenigen, die Asien kennen und schon mal eine Durian gerochen haben, sei gesagt, eine Durian ist Parfüm im Vergleich zu dem Gestank hier auf den Müllhalden Manilas.

In den trockenen Monaten können sie mehr sammeln, während der Regenzeit ist die Arbeit sehr gefährlich, denn oftmals rutscht ein ganzer Teil des Müllberges weg und begräbt Kinder unter sich. Ganz oben auf dem Müllberg darf man nicht sammeln, das ist zu gefährlich. Sein Freund hat einmal diese Warnung missachtet und wurde von einem Bulldozer erfasst. Die Narbe an seinem Kopf war so tief, das er innerhalb von 24 Stunden daran verstarb.
Als Velasco Michael zu McDonalds einlädt, nimmt dieser das Essen mit stoischer Ruhe an, ohne eine Regung von Freude oder Dankbarkeit zu zeigen. Michael ist so verbittert, er kann sich über nichts mehr freuen.

Dudoy

Dudoys Familie lebt unter einer der zahlreichen Brücken von Manila. Unter jeder Brücke leben 50 – 60 Menschen. Der Vorteil der Brücke ist, man hat ein richtiges Dach über dem Kopf. Die Unterkünfte sind maximal 1 Meter hoch.
Sobald die Sonne aufgeht, kriechen die Kinder aus den Verschlägen unterhalb der Brücken hervor: gezeichnet von Floh- und Mückenstichen sowie Rattenbissen.

Velasco brauchte einige Zeit, um Dudoy zu finden, denn die Familie war in der Zwischenzeit „umgezogen“. Als er sie dann gefunden hat, sagt eine alte Frau ihm, das Dudoy gerade in der Schule sei. Immer wieder werden die provisorischen Unterkünfte zerstört. Auch das jetzige zu Hause von Dudoy wird nicht mehr lange existieren. Dies ist der Grund wieso die Familien immer umziehen.

Dudoy ist nun 8 Jahre alt. Sein Vater, der auf der Müllhalde zum Krüppel wurde, schläft den ganzen Tag, um in der Nacht seine Töchter vor den sexuellen Übergriffen der betrunkenen Nachbarn schützen zu können.
Während der Regenzeit ist das Leben unter den Brücken gefährlich, denn zeitweise tritt der Parsig weit über seine Ufer hinaus und nimmt die wenigen Habseligkeiten der Menschen mit sich, auch Dudoys kleiner Hund wurde ihm vom Parsig genommen.


Juan & Roselle

Die Familie lebt in einem „Haus“, das aus Zigarettenpaketen errichtet wurde. Der kleinste Dauernieselregen bringt das Haus zum Einsturz. Auf die Frage hin, ob sie nicht Angst hätten, sagt die Mutter: Nein, wir haben doch Gott, der passt auf uns auf.


Das Kind, das die Krümel isst

Dieses Kind, das vor dem Tisch sitzt und sich mit der Katze die Krümel teilt, das sind wir. Mit diesem Kind möchte der Maler uns an unsere eigene Kindheit erinnern. Er lädt uns ein, eine Reise in unsere Vergangenheit zu machen, um uns bewusst zu werden, wie gut es uns eigentlich geht.
Velasco sieht auch sich selbst in dem Kleinkind, denn vor einigen Jahren erhielt er eine lebensbedrohliche Diagnose von seinem Arzt, die ihn für einen Augenblick innehalten ließ. Er stellte sich die Frage, nach dem Sinn seines Lebens.

Die beiden Geschwister sammeln alte, defekte Reifen sowie Papier und Pappe. Durch den Verkauf können sie Ihr Schulgeld für die öffentliche Schule finanzieren.Das Bild zeigt das Bankett der armen Kinder, die Jesus gebeten haben, mit ihnen gemeinsam zu speisen. Sie schauen nicht auf Jesus – mit Ausnahme der kleinen Tinay – denn sie wissen, dass er da ist. Der Hapag (Tisch) ist das Herz der Familie, er ist das Zentrum an dem die guten und schlechten Nachrichten ausgetauscht werden.

Spendenkonto

"Wenn Du auf der Sonnenseite der Welt lebst, denke daran: die Erde dreht sich!"

Wenn Sie unsere Projekte unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende!

Smokey Mountain (DOGG e.V.)

IBAN: DE88 3655 0000 0000 1185 62

(Konto: 118562)

BIC: WELADED1OBH

(BLZ: 36550000 Sparkasse Oberhausen)

Die Deutsche Oenophilogen Gesellschaft Gemeindienst e.V. ist gemeinnützig (Finanzamt Oberhausen-Nord 123/5722/0866 - K6.1).